Geologen könnten zufällig auf das größte Goldvorkommen der Welt gestoßen sein

China hat möglicherweise das weltweit größte Vorkommen von Golderz gefunden, und zwar unter einer bereits betriebenen Mine in der Provinz Hunan. Die Entdeckung eines sogenannten „supergigantischen“ Golderzes im Wangu-Goldfeld in Pingjiang County könnte nicht nur die Liste der größten Goldminen neu ordnen, sondern auch große Wellen am Goldmarkt schlagen.
Wo genau liegt das und wie tief wurde gebohrt?
Das Wangu-Goldfeld liegt im Südosten Chinas und wurde zum Mittelpunkt dieser Entdeckung. Erste Bohrungen haben Goldadern freigelegt, die bis zu 2.012 Meter unter der Erdoberfläche reichen. Mithilfe von 3D-Modellierung deuten Hinweise darauf hin, dass sich das Vorkommen sogar bis zu 2.987 Metern erstrecken könnte, sodass Geologen das Potenzial als außergewöhnlich hoch einschätzen.
Wie viel ist da und wie gut ist es?
Das Geologenteam schätzt vorläufig etwa 330 Tonnen Golderz, während die maximale Schätzung laut 3D-Modellierung 1.100 Tonnen beträgt. Auffällig ist die hohe Feinheit des Erzes: 138 Gramm pro Tonne Erz, ein Wert, der in der Goldförderung selten vorkommt. Chen Rulin vom Geologischen Amt der Hunan-Provinz bestätigte sichtbares Gold in vielen der gebohrten Gesteinskernproben, was die außergewöhnliche Qualität dieses Vorkommens zusätzlich betont.
Was heißt das für den Goldmarkt?
Bezogen auf die Höchstschätzung von 1.100 Tonnen wird der Wert des Vorkommens auf ungefähr € 76,36 Milliarden geschätzt. Diese Aussicht hat den Goldpreis bereits beeinflusst: Nach Angaben von CCN.com stieg der Preis auf € 2.484 pro Unze. Das hat das Vertrauen in Gold als wichtiges Wirtschaftsgut gestärkt und weltweit Investoren neu aufmerksam gemacht.
Wie schneidet das im Vergleich mit anderen Minen ab?
Würde sich die höchste Schätzung bestätigen, könnte das chinesische Vorkommen die derzeit weltgrößte Goldmine, die South Deep Mine in Südafrika mit 1.025 Tonnen, übertreffen. Weitere Länder mit Minen in den Top-5 sind Indonesien, Russland, Neuguinea und Chile. Nennenswerte Minen wie der Carlin Trend in Nevada, USA (Platz 6), und die Cortez-Mine, ebenfalls in Nevada (Platz 10), zeigen die Bedeutung dieser Regionen im globalen Goldsektor.
Rückblick: Wie viel Gold wurde bisher gefördert und welche Rolle spielt China?
Weltweit wurden historisch 233.000 Tonnen Gold gefördert, davon erstaunliche zwei Drittel seit 1950. China ist dabei schon jetzt ein zentraler Akteur: Es ist nicht nur ein bedeutender Produzent (rund 10 Prozent der weltweiten Goldproduktion), sondern auch Hauptverbraucher und importiert das Dreifache seiner jährlichen Förderung. Das unterstreicht Chinas Stellung im globalen Goldhandel.
Weitere Bohrungen und zusätzliche Funde
Neben dem Hauptfund entdeckten die Bohrungen in den Randbereichen zusätzliche Vorkommen, was das Potenzial für künftige Erträge deutlich erweitert. Liu Yongjun, stellvertretender Leiter des Geologischen Amtes, bestätigte diese Zusatzentdeckungen und deutet damit auf weitere mögliche Erfolge bei der Exploration hin.
Diese bemerkenswerte Entdeckung in China erweitert nicht nur die Möglichkeiten der Rohstoffförderung, sondern hat auch das weltweite Interesse an Gold neu entfacht. Mit der Aussicht, das weltweit größte Golderzvorkommen zu sein, könnte China seine Rolle im Goldhandel weiter stärken, während Investoren und Wirtschaftsexperten gespannt die nächsten Entwicklungen verfolgen.